10. September 2008
Der Weg von der Vision zur Perfektion
Architektur und energetische Maßnahmen, vereint im Neubauprojekt der Scholz Edelstahl
Die Möglichkeit der kompletten Firmenneuansiedlung auf dem ehemaligen Trost-Areal in Essingen sorgte für eine optimale Gestaltung
der funktionellen und betrieblichen Abläufe auf dem 45 000 Quadratmeter großen Betriebsareal. Die Stellung der Gebäude zueinander
ermöglicht die optimale Steuerung der internen Betriebsabläufe zwischen Verwaltung, Vertrieb, Produktion und Logistik. Die
Architektursprache beider Gebäude und ihre Zusammengehörigkeit drücken sich in der äußeren Gestaltung, Materialität sowie Form- und
Farbgebung aus. Das Verwaltungsgebäude mit der Produktions- und Logistikhalle im Hintergrund stellt hierbei durch seine Fassadengestaltung
und die Positionierung im Zufahrtsbereich die Repräsentanz und die Visitenkarte der Scholz Edelstahl dar. Die Planungskonzeption zu den
Neubauten von Scholz Edelstahl berücksichtigt auch Aspekte wie die Verpflichtung gegenüber der Öffentlichkeit und der Natur durch die
ganzheitliche und nachhaltige Gestaltung.
Energetisches Optimieren
Zusätzlich wurde das Hauptaugenmerk auf die Kommunikation der Mitarbeiter untereinander sowie die Einbeziehung energetischer Maßnahmen
mit der Auswirkung auf langfristige Kosteneinsparung, Umwelteinflüsse und Wohlbefinden der Mitarbeiter gelegt. Diese energetischen
Maßnahmen spiegeln sich unter anderem im technischen Bereich wider. Zum Beispiel durch die 3600 Quadratmeter große Modulfläche der
Fotovoltaikanlage auf der Produktions- und Logistikhalle mit einem Jahresertrag von rund 510 000 Kilowattstunden Strom. Ebenso durch den
Einbau einer Geothermie- Anlage mit Wärmepumpe und Betonkernaktivierung zur Beheizung und Kühlung des Verwaltungsgebäudes. Zudem wird die
Restwärme der Einzelstabvergütungsanlage zum Beheizen des Verwaltungsgebäudes genutzt. Allein durch diese Maßnahmen werden 400 Tonnen
CO2-Ausstoß pro Jahr eingespart. Die hierfür notwendigen, enormen Mehrinvestitionen verdeutlichen das Bewusstsein der Bauherren für ihren
Beitrag zum Umweltschutz.
Wasserwand im Innern
Passive Maßnahmen wie das Edelstahlgewebe an der Außenfassade des Verwaltungsgebäudes, das mit einer klimaregulierenden Wirkung als
Sonnenschutz dient, oder die Wasserwand im zentralen Innenbereich, die wesentlich zur Verbesserung des Raumklimas beiträgt und sich
somit positiv auf das Wohlbefinden und die Gesundheit der Mitarbeiter auswirkt, unterstützen das energetische Konzept. Mitarbeiterfreundlich
ist auch die Positionierung der einzelnen Bürogeschosse um den zentralen, lichtdurchfluteten Erschließungsbereich. Durch die großzügigen
Verglasungen der einzelnen Bürogeschosse zu diesem Zentralbereich entsteht Transparenz, die eine durchgängige Kommunikation innerhalb der
einzelnen Büroetagen ermöglicht. Alle Projektverantwortlichen haben die ursprüngliche Vision in die Perfektion umgesetzt und die Basis für
den wirtschaftlichen Erfolg und die weitere Expansion von Scholz Edelstahl geschaffen. Merz Objektbau, dessen Mitarbeiter mit Herzblut die
Entwürfe und den Bau des neuen Firmensitzes von Scholz Edelstahl begleitet haben, stehen für diese Vision. Das Ergebnis besticht durch
gelungene Architektur und einen Mehrwert.